Dieser Einstieg liefert einen klaren Überblick für Betriebe und Beschäftigte in der Branche. Sie erfahren kurz, welche Zahlen seit dem 01.07.2024 gelten und warum sie für Kalkulation und Gehaltsgespräche relevant sind.
Ecklohn: 19,61 €/Std. und Eckgehalt: 4.167,96 €/Monat sind die aktuellen Bezugsgrößen. Die Tarifverträge laufen bis zum 30.06.2025; bei Nichteinigung greift die Nachwirkung.
Fragen wie wie hoch ist der Tariflohn im Garten- und Landschaftsbau? beantworten wir präzise und praxisnah.
Rund 130–135 Tsd. Beschäftigten sind von den bundesweit allgemeinverbindlichen Rahmentarifen betroffen. Die erste Runde der Verhandlungen am 09.05.2025 blieb ergebnislos; ein Angebot der Arbeitgeber (2,6% + 2,4%) wurde abgelehnt, nächste Runde ist am 18.06.2025.
Im weiteren Verlauf geben wir konkrete Rechenbeispiele, ordnen durchschnittliche Marktgehälter ein und zeigen, was Unternehmen und Beschäftigte 2025 besonders im Blick behalten sollten.
Aktueller Überblick 2025: Branche, Beschäftigte, Laufzeiten und was sich geändert hat
Der aktuelle Stand fasst kompakt zusammen, welche Werte und Regeln 2025 für Betriebe und Beschäftigte gelten.
Stand heute: Ecklohn und Eckgehalt (gültig seit 01.07.2024)
Seit dem 01.07.2024 gelten Ecklohn 19,61 €/Std. und Eckgehalt 4.167,96 €/Monat. Alle tariflichen löhne und gehälter werden daran bemessen, was die Vergleichbarkeit in der branche erhöht.
Laufzeiten und Nachwirkung
Lohn-, Gehalts- und Azubi-Tarifverträge haben 24 Monate Laufzeit und sind bis zum 30.06.2025 kündbar.
Kommt kein neuer Abschluss zustande, greift die Nachwirkung: Beschäftigten bleiben tarifliche Ansprüche erhalten, sofern sie vor Fristende beschäftigt waren.
Planungssicherheit für Unternehmen und Mitarbeiter
Rahmentarifverträge sind allgemeinverbindlich und sichern Mindeststandards bei Arbeitszeit, Urlaub und Zuschlägen.
„Tarife schaffen für Betriebe Kalkulierbarkeit und für mitarbeiter klare Entwicklungsschritte.“
- Tarifverhandlungen 2025: Auftakt 09.05.2025 ohne Ergebnis.
- Arbeitgeberangebot: 2,6% + 2,4% (je 12 Monate), IG BAU lehnte ab; nächste Runde 18.06.2025.
- Ein Abschluss beeinflusst durchschnittliche Entgelte, Ausbildungsvergütungen und Personalkostenplanung.
| Bezugsgröße | Wert | Gültig seit |
|---|---|---|
| Ecklohn | 19,61 €/Std. | 01.07.2024 |
| Eckgehalt | 4.167,96 €/Monat | 01.07.2024 |
| Vertragslaufzeit (Lohn/Gehalt/Azubi) | 24 Monate (kündbar 30.06.2025) | laufend |
Wie hoch ist der Tariflohn im Garten- und Landschaftsbau?
Die folgenden Werte zeigen, welche Basisverdienste aktuell gelten. Sie dienen als Referenz für Eingruppierung, Lohnchecks und Vertragsgespräche.

Tariflöhne für gewerbliche Arbeitnehmer
Ecklohn: 19,61 € euro brutto pro Stunde (LG 4.2a, gültig seit 01.07.2024). Von diesem Referenzwert werden Zu- oder Abschläge für andere Lohngruppen abgeleitet.
Tarifgehälter für Angestellte
Eckgehalt: 4.167,96 € euro brutto pro Monat (gültig seit 01.07.2024). Die Tabellen reichen von T1 bis T7 (Beispiele: T1 im 1. Jahr 2.438,26 € euro brutto/Monat; T7 5.814,30 € euro brutto/Monat).
Auszubildende
Tarifliche Ausbildungsvergütungen staffeln sich nach Lehrjahr. Aktuelle Werte liegen (Stand 2023) zwischen 1.020 € und 1.240 € euro brutto pro Monat; die neuen Tabellen veröffentlicht der BGL.
- Qualifikation und berufserfahrung beeinflussen die Eingruppierung deutlich.
- Stundenbasierte löhne unterscheiden sich vom monatsgehalt durch Zuschläge und Arbeitszeitmodelle.
- Zur Kontrolle: Ecklohn × tarifliche Wochenstunden × 52 / 12 = grobes monatsgehalt.
| Bezugsgröße | Wert | Gültig seit |
|---|---|---|
| Ecklohn (LG 4.2a) | 19,61 € euro brutto / Stunde | 01.07.2024 |
| Eckgehalt | 4.167,96 € euro brutto / Monat | 01.07.2024 |
| Beispiel T1 / T7 | 2.438,26 € — 5.814,30 € euro brutto / Monat | 01.07.2024 |
Ecklohn und Eckgehalt: Bedeutung, Einstufung, Unterschiede
Eckwerte bilden die Basis, von der alle Entgelttabellen im GaLaBau abgeleitet werden. Sie dienen als Referenzpunkt für Lohn- und Gehaltsgruppen und machen Entgeltunterschiede transparent.
Definitionen
Was Ecklohn und Eckgehalt aussagen
Der Ecklohn (LG 4.2a) beträgt 19,61 €/Std. und bezieht sich beispielhaft auf gelernte Landschaftsgärtner nach 18 Monaten ununterbrochener Tätigkeit.
Das Eckgehalt liegt bei 4.167,96 € pro Monat und gilt als Referenz für Angestellte in T3/K4 (2.–3. Jahr). Beide Werte sind in Euro brutto ausgewiesen und dienen als Ausgangspunkt für alle weiteren Stufen.
Beispiele: Einstufung nach Positionen
Typische positionen werden nach qualifikation, verantwortung und Dauer der Tätigkeit zugeordnet. Beispiele:
- Berufseinsteiger: Einstiegsgruppen mit geringerer Vergütung, erste Jahre Aufbau von Erfahrung.
- Fachkraft (≥18 Monate): Eingruppierung nahe dem Ecklohn, steigende Verantwortung auf Baustellen.
- Vorarbeiter: Mehr verantwortung, Zuschläge oder Stufen höher als Fachkraft.
- Meister / Bauleitung: Führungsverantwortung und formale Nachweise (z. B. Meisterbrief) rechtfertigen höhere gehälter.
Warum das wichtig ist: Tarifliche Anpassungen des Eckwerts wirken auf alle Gruppen und schaffen Planbarkeit für Unternehmen und Beschäftigte. Klare Tätigkeitsbeschreibungen und Nachweise helfen bei korrekter Eingruppierung und fairer Entlohnung.
Rahmentarifverträge: Arbeitszeit, Urlaub, Zuschläge und Jahresarbeitszeit im Überblick
Rahmentarifverträge regeln zentral, welche Arbeitszeitmodelle, Zuschläge und Urlaubsansprüche für Betriebe und Beschäftigte gelten. Sie schaffen Rechtssicherheit und beschreiben konkrete Regeln zur Stundenabrechnung sowie zur Jahresarbeitszeit.
Arbeitszeitmodelle: Wochenarbeitszeit, Jahresarbeitszeit, Arbeitszeitkonto
Wochen- und Jahresarbeitszeit lassen sich flexibel gestalten: klassische Woche oder verstetigte Jahresarbeitszeit (§4a). Bei Jahresmodellen erfolgt ein verstetigtes Monatsentgelt; Über- oder Minderstunden werden über ein Arbeitszeitkonto ausgeglichen.
Maximal 10 Stunden täglich; Beispielrechnung: 261 Arbeitstage × 7,8 Stunden = 2.035,8 Stunden jährlich → 169,65 Stunden/Monat.
Zuschläge, Erschwernisse, Auswärtsbeschäftigung und Unterkünfte
Zuschläge gelten für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit sowie für Mehrarbeit. Erschwerniszuschläge sind tariflich vorgesehen und schützen vor schlechteren Arbeitsbedingungen.
„Mehraufwand im Winter wird zusätzlich honoriert: 1 € je Arbeitsstunde (15.12.–28.02.), dazu Zuschuss-Wintergeld.“
Bei Auswärtsbeschäftigung sind Unterkünfte und Aufwandsregelungen definiert. Arbeitgeber müssen die Qualität sicherstellen und die Insolvenzsicherungspflicht beachten.
Urlaub, Lohnfortzahlung, Kündigungsfristen und Mindestbestimmungen
Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sind tariflich geschützt. Kündigungsfristen richten sich nach Vertrag und Tarif; Mindestbestimmungen dürfen nicht zuungunsten von arbeitnehmern unterschritten werden.
- Mehrarbeit wird mit dem nächsten Lohn ausgezahlt oder über Zeitguthaben geregelt.
- Teilzeitmodelle sind integriert und proportional zu vergütung und Urlaub zu berechnen.
- Praktischer Tipp für unternehmen: Arbeitszeitkonten dokumentieren, Mitarbeiter informieren, Compliance sichern.
Geltungsbereich: Für wen gelten die Tarife? Betriebe, Mischbetriebe, Bundesländer
Hier erfahren Sie, wer konkret unter die Tarifregelungen fällt und welche Sonderfälle es gibt.
Räumlich gelten die Rahmentarife bundesweit. Formal binden sie tarifgebundene Betriebe und arbeitnehmer. In der Praxis wenden viele Unternehmen die Regeln freiwillig an, weil sie Arbeitsbedingungen und Kalkulation stabilisieren.
Tarifbindung, Allgemeinverbindlichkeit und Anwendung
Allgemeinverbindlich bedeutet: Für die ganze Branche greifen einheitliche Regeln. Das gilt besonders für Betriebe im Garten- und landschaftsbau sowie für angeschlossene Planungsleistungen, wenn diese Teil des Betriebs sind.
Bei Mischbetrieben kommt es auf den Leistungsanteil an. Über 50 % Grünpflege oder ≥20 % Grünanteil plus Verbandsmitgliedschaft führen in der Regel zur Anwendung der Garten-Tarife. Sonst kann ein Bautarifvertrag vorrangig sein.
Regionale unterschiede zeigen sich vor allem bei Kontrolle und Auslegung. In einzelnen bundesländern prüfen Behörden und Verbände streng; in anderen Regionen erfolgt mehr praktische Nachsicht.
| Konstellation | Tarifanwendung | Hinweis |
|---|---|---|
| Reiner GaLaBau-Betrieb | Rahmentarifverträge (allgemeinverbindlich) | Bundesweit |
| Mischbetrieb (≥20% Grün) | Garten-Tarife bei Verbandsmitgliedschaft | Dokumentation wichtig |
| Pflegebetrieb (>50% Grünpflege) | Garten-Tarife | Prüfung anhand Arbeitsanteile |
Praktischer Tipp: Halten Sie die fachrichtung und den Anteil der Leistungen schriftlich fest. Das schützt vor Fehlzuordnung und Nachforderungen.
- Arbeitnehmer können Tarifzuständigkeit beim Betriebsrat, Arbeitgeber oder Verband prüfen.
- Bei Unsicherheit hilft eine Beratung durch den Verband oder Fachanwälte.
Aktuelle Tarifverhandlungen 2025: Forderungen, Angebote und mögliche Auswirkungen auf Löhne
Die laufenden Verhandlungen 2025 zeigen deutlich, welche Positionen Arbeitgeber und Gewerkschaft aktuell vertreten.
Verhandlungsstand: Die erste Runde am 09.05.2025 endete ohne Ergebnis. Arbeitgeber boten eine Erhöhung von +2,6 % für 12 Monate und +2,4 % für die folgenden 12 Monate an. Die IG BAU lehnte dieses Angebot ab. Nächste Runde: 18.06.2025.

Positionen und Kernargumente
Die Gewerkschaft fordert höhere Anpassungen zur Wertschätzung und zur Bindung von fachkräfte. Sie verweist auf steigende Anforderungen und vergleichsabschlüsse (z. B. Bauhauptgewerbe: 4,2 % West / 5,0 % Ost).
Arbeitgeber betonen die wirtschaftliche Belastbarkeit von Betrieben und begrenzen Forderungen auf kalkulierbare Steigerungen. Rahmentarifliche leistungen bleiben ebenfalls Thema.
Mögliche Szenarien und Folgen
- Einigung in der nächsten Runde: zeitnahe Erhöhungen, positive Signale für einkommen und Bewerberattraktivität.
- Längere Verhandlungen/Warnstreiks: Verzögerte Anpassungen, Druck auf Betriebskalkulationen und laufende Projekte.
- Schlichtung oder moderater Abschluss: moderate gehaltserhöhung, gestaffelte Wirkung auf gehälter, Ausbildungsvergütungen meist zeitverzögert.
„Ein Ergebnis beeinflusst nicht nur löhne, sondern auch Personalplanung und Marktposition der Betriebe.“
Praxis‑Tipp: Beschäftigten und Betrieben signalisieren Termine und Zwischenergebnisse beobachten und Kostenfolgen für die Budgetplanung prüfen.
Praxis-Check: Einkommen berechnen – brutto pro Stunde, Monat und Jahr
Mit wenigen Formeln lässt sich das jährliche einkommen verlässlich abschätzen. Unten finden Sie einfache Rechenwege für Vollzeit und teilzeit sowie typische Bandbreiten zur Einordnung.
Von Stundenlohn zu Monats- und Jahresgehalt
Formel Monatsgehalt: Stundensatz × stunden pro Monat.
Beispiel (Ecklohn 19,61 € euro brutto): 19,61 × 169,65 ≈ 3.325 € brutto monatlich.
Formel Jahresgehalt: Wochenstunden × 52 × Stundensatz.
Beispiel Vollzeit 39 Std./woche: 39 × 52 × 19,61 ≈ 39.700 € brutto jährlich (ohne Zuschläge).
Teilzeit-Rechner kurz erklärt
Für teilzeit: Stundensatz × Wochenstunden × 52 / 12 = brutto monatlich.
Tipp: Urlaubs- und Feiertagsregelungen können das monatsgehalt leicht verändern. Zeitguthaben und Zuschläge berücksichtigen.
Faktoren, die das individuelle gehalt beeinflussen
- Qualifikation und berufserfahrung erhöhen oft die Entgeltstufe.
- Regionale Unterschiede und Unternehmensgröße wirken auf das verdienen durchschnitt.
- Spezialisierungen, Leitungsaufgaben und Auswärtszulagen steigern das jahresgehalt.
| Rechengrundlage | Formel | Beispiel (19,61 €) |
|---|---|---|
| Brutto monatlich (Vollzeit) | Stundensatz × 169,65 | ≈ 3.325 € |
| Brutto jährlich | Wochenstunden × 52 × Stundensatz | ≈ 39.700 € |
| Teilzeit (Monat) | Stundensatz × Wochenstunden × 52 / 12 | anpassbar |
Bildempfehlung: Reales, 100 Prozent passendes Foto für den GaLaBau-Tarifkontext
Ein passendes Foto sollte die tägliche Arbeit von Teams und ihre Verantwortung klar sichtbar machen.

Motivvorschlag: Ein gärtner‑Team beim Sportplatzbau oder ein Baumpflege‑Trupp bei der Seilkletterarbeit. Szenen wie Rollrasen‑Einbau, Planierarbeiten mit Minibagger oder Baumarbeiten sind ideal.
Anforderungen an das Bild: Zeigen Sie fachkräfte in moderner PSA (Helm, Gehör‑ und Augenschutz). Maschinen wie Minibagger, Radlader oder Steiger müssen erkennbar sein.
Die Aufnahme sollte klare blick‑ und Perspektivführung haben. Werkzeuge, Arbeitsfläche und Positionen (Vorarbeiter, Maschinist, Facharbeiter) sollen visuell greifbar sein.
Rechtliches / Quellen: Idealer Nachweis: © rh2010 / stock.adobe.com. Alternativ eigene Projektfotos mit DSGVO‑konformer Einwilligung nutzen.
| Kriterium | Merkmal | Nutzen |
|---|---|---|
| Motiv | Sportplatzbau oder Baumpflege | Realitätsnähe, hohe Relevanz |
| Personen | Gärtner & Fachkräfte in Aktion | Zeigt typische berufliche leistungen |
| Ausrüstung | Moderne PSA, Maschinen sichtbar | Unterstreicht Verantwortung und Sicherheitsstandard |
| Bildführung | Klarer Blick auf Arbeitssituation | Funktioniert als Header oder Abschnittsbild |
| Rechte | © rh2010 / stock.adobe.com oder Freigabe | Saubere Nutzung, rechtssicher |
Fazit
Konkreter Nutzen: Mit dem Ecklohn 19,61 €/Std. und dem Eckgehalt 4.167,96 €/Monat haben arbeitnehmer und unternehmen klare euro brutto‑Referenzen. Die Laufzeit gilt bis 30.06.2025; bei Ausbleiben eines neuen Abschlusses greift die Nachwirkung.
Prüfen Sie Einstufung, dokumentieren Sie berufserfahrung und Tätigkeitsmerkmale. Gärtner und Fachkräfte sollten Weiterbildung und Verantwortung aktiv nutzen, um ihr gehalt und jahresgehalt zu steigern.
Unternehmen gewinnen durch transparente entlohnung, faire arbeitszeit- und urlaubs‑Regeln sowie saubere Zeiterfassung an Attraktivität. Rechenwege zu stunden, woche, brutto monatlich und brutto jährlich helfen bei Gehaltsgesprächen.
Weiterer Schritt: Verhandlungsverlauf beobachten, Tariftabellen beim BGL prüfen und interne Einstufungs‑Prozesse auf Aktualität und Regel‑Konformität checken.


